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AdventEcho-Online-Extra
Aktuelle Informationen aus der
christlichen Welt als Ergänzung zur Printausgabe
Die zitierten
Meldungen geben die Sichtweise des jeweiligen Verfassers bzw.
der Nachrichtenagentur wieder
und entsprechen nicht zwangsläufig der Ansicht der Gemeinschaft
der Siebenten-Tags-Adventisten.
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Ca. 8.000 Adventisten besuchten
den Kongress der Freikirche im Süddeutschen Raum (SDV).
(Foto: edp) - Foto
groß.
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Bildergalerie
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Jesus ohne Ende und der
Islam
Kongress der süddeutschen Adventisten in Karlsruhe
Zehn Jahre sind seit der letzten Konferenz des Süddeutschen
Verbands (SDV) der Siebenten-Tags-Adventisten vergangen. Damals
stand die Satellitenevangelisation NET 98 bevor, und der seinerzeit
dafür vorgesehene Sprecher Dwight Nelson war auch der Hauptverkündiger
bei der Verbandskonferenz 1997 in Stuttgart. Manches hat sich
verändert in unserer Gemeinschaft, die nun Freikirche heißt,
doch bei der Auswahl des Verkündigers entschied man sich
erneut für Dwight Nelson, den Pastor der Gemeinde der Andrews-Universität
(Michigan, USA).
Der erste spontane Applaus des Tages in der dm-Arena auf dem
Karlsruher Messegelände brandete auf, als Klaus van Treeck,
Vorsteher des Norddeutschen Verbands "Grüße von
20.600 Adventisten aus Norddeutschland" überbrachte.
Im Laufe des Tages fand vieles den Beifall der (einschließlich
Kinder) ca. 8.000 Konferenzbesucher: die Sprechmotette der Friedensauer
Studenten zum Wochenthema des Studienhefts zur Bibel, die Musik,
die stilistisch von Klassik bis zu jazzigen Tönen reichte,
die erzählten Erfahrungen über evangelistische Einsätze
im Ausland, der Bericht von Michael Walter über die Schulgründungen
in Baden-Württemberg (s. ADVENTECHO 5/2006, S. 34), die Ausführungen
des neu gewählten Jugendabteilungsleiters Jochen Streit zur
Valuegenesis-Umfrage (s. ADVENTECHO 10/2007, S. 35), die Absicht
des neuen Heimatmissionsleiters Bojan Godina, die Menschen von
heute besser verstehen zu wollen (s. ADVENTECHO 10/2007 S. 43)
und nicht zuletzt die Vorstellung des teilweise neu gewählten
Führungsteams des SDV und des Verbandsausschusses (s. ADVENTECHO
7-8/2007, S 11).
Gott will jeden retten
In seinen Ansprachen überraschte Dwight Nelson die Zuhörer
mit etlichen originellen Interpretationen des Konferenzmottos
"Jesus ohne Ende" und des gewählten Leittextes
"Und siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende"
(Mt 28,20b). Am Vormittag sollte die Aussage Jesu, "Ich bin
bei euch alle Tage" im Mittelpunkt der Verkündigung
stehen und Dwight Nelson interpretierte diesen Satz unter Rückgriff
auf den Stammbaum Jesu in Matthäus 1. Darin, so Dwight Nelson,
befänden sich überraschende Unregelmäßigkeiten,
die jedoch kein Zufall seien. So werde dort mit Tamar eine zweifelhafte
Frau, mit Rahab eine Prostituierte, mit Ruth eine verachtete Moabiterin,
mit Bathseba eine Frau, die David in Folge eines Verbrechens heiratete
und mit Maria eine fromme Frau genannt - ungewöhnlich für
hebräische Stammbäume, in denen üblicherweise nur
fromme Männer vorkommen.
"Warum werden diese Leute im Stammbaum Jesu erwähnt?
Weil es genügend Gnade für diese Menschen gibt",
so Dwight Nelson und fügte hinzu: "Gottes Gnade ist
so groß, dass für jeden Menschen Rettung möglich
ist." Am Anfang des Matthäusevangeliums stehe ein Baum
(der Stammbaum Jesu) und das Ende markiere erneut ein Baum (das
Kreuz). Am Beispiel des alttestamentlichen Königs Manasse
zeigte er, dass Gottes Gnade selbst die schlimmsten Sünder
einschließt. So gebe es in Bezug auf den Himmel drei Überraschungen:
"1. Es werden Menschen dort sein, die man niemals dort vermutet
hätte; 2. Es werden Menschen fehlen, die man sicher dort
wähnte; 3. Du wirst dort sein", ermutigte Dwight Nelson
seine Zuhörer.
Nebenbei ließ er unter der Heiterkeit seiner Zuhörer
noch eine (nicht ganz ernst gemeinte) Interpretation der Dreifachen
Engelsbotschaft einfließen, als er im Hinblick auf den rasanten
Fahrstil deutscher Pastoren erklärte, dass sie tatsächlich
drei Engel um sich herum bräuchten: "Einen vorne, um
die Straße freizuräumen, einen neben sich, um beschützt
zu werden und einen hinten, der sich für die Fahrweise bei
den anderen Autofahrern entschuldigt."
Beim anschließenden Aufruf zur Entscheidung für Christus,
dem zahlreiche Besucher folgten, mahnte er: "Wenn Gottes
Gnade groß genug ist für alle, dann sollt ihr auch
jeden, der zu euch kommt, in eure Gemeindefamilie aufnehmen."
Herausforderung Islam
In seiner Ansprache am Nachmittag ging Dwight Nelson nur am Rande
auf das vorgesehene Thema "Ich bin bei euch
bis an
der Welt Ende" ein und beschäftigte sich stattdessen
mit dem Thema "Islam". Dabei begab er sich auf eine
biblische Spurensuche, denn "schließlich muss eine
Religion, die mittlerweile 1,4 Milliarden Anhänger hat, in
der Bibel erwähnt werden", so Dwight Nelson. Er wurde
fündig bei Offenbarung 18,1 (der "andere Engel"),
wo eine weltweite Erleuchtung beschrieben wird, und sah darin
eine Erweckung unter Beteiligung des Islams. Dwight Nelson zeigte
sich davon überzeugt, dass Gott bei der Entstehung des Islams
seine Finger im Spiel hatte. Die Muslime als Nachkommen Ismaels
seien durch Gott ebenfalls gesegnet. In 1. Mose 16,11 wählte
Gott zum ersten Mal überhaupt einen Namen für einen
Menschen aus [Ismael]. In Vers 7 erblicke Hagar als erster Mensch
überhaupt den "Engel des Herrn", was ein Ausdruck
für Gott sei, so Dwight Nelson, und er wertete dies als Beleg
dafür, dass Ismael und seine Nachkommen unter einem besonderen
Segen Gottes stünden. Er schloss sich der Meinung einiger
Historiker an, die den Islam als Retter der Reformation ansehen,
weil islamische Heere 1529 vor den Toren Wiens standen und die
kaiserlichen Streitmacht damit beschäftigt war, diese Feinde
zurückzuschlagen, so dass der Reformation in Deutschland
keine militärische Gefahr durch kaiserlich-katholische Truppen
drohte. "Ist der Islam vielleicht auch heute eine Ablenkung,
damit die Gemeinde ein Zeitfenster bekommt, um ihren Auftrag zu
erfüllen?", fragte er anschließend.
Dwight Nelson wandte sich dagegen, die radikale Minderheit islamistischer
Terroristen mit einer ganzen Weltreligion gleichzusetzen. Auch
im Christentum gebe es radikale Gruppen. Dennoch würden sich
Christen mit Recht dagegen wehren, wenn deshalb jemand ihre Religion
als gewalttätig bezeichne. Er rief dazu auf, den Muslimen
Christus zu bezeugen: "Wir müssen nicht zu ihnen fahren,
sie sind schon hier", so Dwight Nelson.
Adventisten als Brückenbauer
"Siebenten-Tags-Adventisten feiern den Sabbat als Ruhetag,
sie essen kein Schweinefleisch, trinken keinen Alkohol und helfen
den Armen." Sie könnten deshalb eine Brückenfunktion
zwischen den drei monotheistischen Religionen einnehmen. Es gebe
angesehene muslimische Theologen, die der Ansicht seien, dass
die Adventisten mit ihrem Glauben als Christen dem Islam am nächsten
stünden. "Deshalb sollten sich die Mitglieder unserer
Kirche nicht in eine Reihe mit denen stellen, die dem Islam feindlich
gesinnt sind." Es gelte stattdessen, Brücken zu bauen
und den Muslimen, "die als Abrahams Nachkommen Gottes Kinder
sind", freundlich zu begegnen. Auch der Koran spreche von
Jesus. Deshalb sollten Adventisten Muslimen verständlich
machen, warum Christus auf diese Erde kam. "Gott hat seine
Treuen auch im Islam", schloss Dwight Nelson.
Nach dieser ungewöhnlich herausfordernden Botschaft, die
mit Applaus bedacht wurde, rief Verbandsvorsteher Günther
Machel in seinem Schlusswort die Gemeinde zur Einheit auf und
entließ die Versammlung mit dem Segen Gottes. Doch viele
blieben noch lange, um sich zu unterhalten, Freunde zu treffen
oder sich an den zahlreichen Ausstellungsständen zu informieren.
Auch das zeigt: Verbandskonferenzen mögen viel Geld kosten,
aber sie werden gut angenommen und stärken den Zusammenhalt
innerhalb unserer Freikirche. Keine schlechte Rendite!
Thomas Lobitz
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| Volker Kauder: Der christliche
und der islamische Gott sind nicht identisch. (Foto: Bundestag) |
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Kauder: Christen und Moslems glauben nicht
an denselben Gott
Der christliche und der islamische Gott sind nach Ansicht des
Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, nicht
identisch. Der "christliche Du-Gott, mit dem man eine persönliche
Beziehung haben kann", sei ein anderer als der Gott der Moslems.
"Zu sagen, Allah ist der gleiche, wird dem Anliegen der Moslems
und der Christen nicht gerecht", erklärte der Politiker
am 13. September bei den "Tagen der Begegnung" in Berlin.
Daran nehmen rund 160 Jugendliche teil, die von Abgeordneten des
überkonfessionellen und überparteilichen Gebetsfrühstückskreises
im Bundestag eingeladen wurden. Kauder unterstrich die Einzigartigkeit
Jesu Christi: "Der ungeheuerlichste und unglaublichste Satz
im Neuen Testament ist der von Jesus: Niemand kommt zum Vater,
denn durch mich. Das ist der Satz, der uns von allen anderen Religionen
unterscheidet." (idea)
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| Die Adventisten haben
nie gelehrt, der Tempel Salomos in Jerusalem (hier die Klagemauer)
müsse vor der Wiederkunft Jesu wieder aufgebaut werden
- geschweige denn Geld dafür gesammelt! |
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Humor Ja aber nicht zu jedem Preis
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland
hat sich gegen die Verunglimpfung ihrer Glaubensgemeinschaft in
einem Beitrag des Fernsehsenders 3sat gewandt. Der Kabarettist
Matthias Deutschmann hatte in seiner am 15. September ausgestrahlten
Sendung "Die Reise nach Jerusalem" behauptet, dass die
Adventisten in den USA bereits eine viertel Milliarde US-Dollar
für den Wiederaufbau des Tempels Salomos in Jerusalem gesammelt
hätten. "Warum machen das amerikanische Fundamentalchristen?",
fragte er. Weil in der Bibel, nämlich in der Apokalypse,
stünde, dass Jesus erst zurückkomme, wenn der Tempel
wieder stehe.
Diese Aussage von Deutschmann sei Unsinn, schrieb die Freikirchenleitung
in einem Brief an 3sat. Jesus habe zwar prophezeit, dass der Tempel
in Jerusalem zerstört werde, was 70 n. Chr. auch durch die
Römer geschah. Nach adventistischem Bibelverständnis
werde der Tempel aber bis zur Wiederkunft Christi nicht wieder
aufgebaut. Adventisten sähen daher gar keine Veranlassung,
für den Wiederaufbau des Tempels Geld zu sammeln. "Wir
gönnen Herrn Deutschmann jeden Lacherfolg", heißt
es in dem Schreiben, "jedoch nicht auf Kosten einer falschen
Behauptung, mit der er unsere Freikirche lächerlich macht."
"Die von dem Kabarettisten erwähnte viertel Milliarde
US-Dollar hätten wir gern gehabt", meinte der stellvertretende
Vorsitzende der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland,
Pastor Günther Machel (Ostfildern). Mit so viel Geld wäre
die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA in
der Lage gewesen, vielen Not leidenden Menschen in aller Welt
zu helfen. (APD)
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| Im Bund Freier evangelischer
Gemeinden (FeG) gibt es unterschiedliche Auffassungen über
den Dienst von Frauen: In manchen Gemeinden sei es kein Problem,
dass Frauen predigen, wohl aber, dass sie in der Leitung mitarbeiten;
in anderen sei es umgekehrt. Ferner gebe es sowohl Gemeinde,
in denen beides möglich sei, als auch welche, in denen
beides undenkbar sei. |
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Freie evangelische Gemeinden ringen um Pastorinnen
Der Bund Freier evangelischer Gemeinden (FeG) ringt weiter mit
der Frage, ob Frauen zum Pastorendienst zugelassen werden sollen.
Seit dem Jahr 2000 ist es möglich, dass Frauen in den Gemeindeleitungen
mitwirken, doch gibt es keine Pastorinnen. Einzelne der 420 Gemeinden
haben jedoch schon Referentinnen angestellt, die neben einem Pastor
tätig sind und predigen. Der Meinungsbildungsprozess wurde
am 15. September in Bonn auf dem Bundestag - der jährlichen
Versammlung von Gemeindedelegierten und Pastoren - fortgeführt.
2008 soll dieses Gremium nach der Behandlung des Themas auf Regionalkonferenzen
und einer Theologischen Woche einen Beschluss fassen. Die Bundesleitung
der rund 36.000 Mitglieder zählenden Freikirche unterbreitete
dem Bundestag eine Diskussionsvorlage. Darin wird hervorgehoben,
dass es innerhalb der Freikirche unterschiedliche Auffassungen
über den Dienst von Frauen gebe. In manchen Gemeinden sei
es kein Problem, dass Frauen predigen, wohl aber, dass sie in
der Leitung mitarbeiten; in anderen sei es umgekehrt. Ferner gebe
es sowohl Gemeinde, in denen beides möglich sei, als auch
welche, in denen beides undenkbar sei. Man wolle sich weder mit
traditionellen, noch dem Zeitgeist angepassten Antworten zufrieden
geben: Entscheidend sei, was die Bibel sage. Doch in der Beurteilung
von neutestamentlichen Worten des Apostels Paulus, die nach traditioneller
Auslegung gegen den Lehr- und Pastorendienst von Frauen sprechen,
ist man sich in den Gemeinden und der Bundesleitung nicht einig.
Ist die Einheit gefährdet?
Der Ende Dezember aus Altersgründen aus dem Amt scheidende
Präses Peter Strauch (Witten) mahnte vor den 387 Delegierten
Befürworter und Gegner des Pastorinnendienstes zur gegenseitigen
Achtung im Hören auf das Wort Gottes. Mancherorts höre
er die Befürchtung, dass die Einheit der Freikirche durch
die Diskussion gefährdet sei. Strauch: "Das Thema ist
nicht wichtig genug, um sich zu entzweien, aber wichtig genug,
um sorgfältig die Bibel zu befragen." In der sachlich
geführten Aussprache wurde unter anderem die Frage kontrovers
beurteilt, ob der Debatte ein unterschiedliches Bibelverständnis
zugrunde liege oder ob es sich lediglich um verschiedene Auslegungen
und Erkenntnisse handele. Mehrere Redner würdigten den Dienst
von Frauen. Zu Wort kam auch Emmi Müller (Lippstadt), die
im Auftrag der Allianz-Mission über drei Jahrzehnte an Theologischen
Seminaren in Japan unterrichtet hat. Zwei Pastoren mit unterschiedlichen
Positionen erläuterten ihre Haltung. Torsten Pfrommer (Gießen)
erklärte, er sei aufgrund seines Theologiestudiums an der
Freien Theologischen Akademie Gießen zu dem Schluss gelangt,
dass Frauen nicht predigen sollten. Holger Kraft (Wuppertal-Elberfeld)
sagte, man dürfe sich nicht nur auf wenige Bibelstellen beschränken,
die Frauen das Lehren verbieten, sondern sie in die gesamte Heilige
Schrift einordnen. Der Bund Freier evangelischer Gemeinden ist
neben der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche eine
der wenigen Freikirchen, die keine Pastorinnen haben. (idea)
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Arbeitsverweigerung am Sabbat für Adventisten
statthaft
Das Arbeitsgericht Nürnberg hat zwei Siebenten-Tags-Adventisten
Recht gegeben, die ihre Arbeit am Sabbat verweigerten (Aktenzeichen:
7 Ca 8056/06 W und 7 Ca 8510/06 W). Die beiden feiern nach der
Bibel den Sabbat von Freitagabend bis Samstagabend, jeweils ab
Sonnenuntergang, als Ruhetag. Sie arbeiten bei einer Firma, die
nur bei überdurchschnittlicher Auslastung am Freitag eine
Spätschicht und eventuell am Samstag eine weitere Schicht
ansetzt. Die Kesselschweißer informierten ihren Arbeitgeber,
dass sie aus Gewissensgründen an ihrem Sabbat keiner Arbeit
nachgehen könnten. Eine Verringerung der Arbeitszeit auf
85 Prozent, um dem Problem aus dem Weg zu gehen, lehnte die Firma
ab. Im Mai, August und Oktober letzten Jahres wurden beide Adventisten
jeweils am Freitag zu einer Spätschicht eingeteilt. Sie stellten
aber bei Sonnenuntergang das Schweißen ein und verließen
unerlaubt ihren Arbeitsplatz. Nach zwei Abmahnungen wurden sie
bei der dritten Arbeitsverweigerung entlassen. Sie verklagten
ihren Arbeitgeber auf Wiedereinstellung.
Das Gericht sah die Klage als begründet an und verwies auf
das Urteil des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein vom 22.
Juni 2005 in einem vergleichbaren Fall eines Siebenten-Tags-Adventisten
(Aktenzeichen: 4 Sa 120/05), das vom Bundesarbeitsgericht mit
Beschluss vom 10. November 2005 bestätigt wurde (Aktenzeichen:
2 AZN 752/05). Außerdem führte der Richter aus, dass
zur Glaubensfreiheit nach Artikel 4 Absatz 1 Grundgesetz auch
das Recht des Einzelnen gehöre, sein Verhalten an den Lehren
seines Glaubens auszurichten und seiner inneren Glaubensüberzeugung
gemäß zu leben. Das Grundrecht überlasse es dem
Einzelnen, welche religiösen Symbole er anerkenne und verwende.
Für eine zulässige Berufung auf Artikel 4 Grundgesetz
"kommt es nur darauf an, dass es überhaupt von einer
wirklichen religiösen Überzeugung getragen und nicht
anders motiviert ist".
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da der Arbeitgeber
Berufung eingelegt hat. Die beiden Kesselschweißer sind
bis zu einer endgültigen Entscheidung weiter in der Firma
beschäftigt und haben an ihrem Sabbat arbeitsfrei. (APD)
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Kirche soll kein Gemischtwarenladen sein
Die Kirche sollte nach Ansicht des Präses der Evangelischen
Kirche von Westfalen, Alfred Buß (Bielefeld) kein "Gemischtwarenladen"
sein. Nicht jede Gemeinde müsse allen etwas bieten, sagte
Buß beim "Hammer Reformtag" am 15. September in
Hamm (Westfalen) vor Journalisten. Vielmehr gehe es darum, mit
benachbarten Kirchen zu kooperieren und sich zu ergänzen.
Seit dem Jahr 2000 durchläuft die westfälische Kirche
einen Reformprozess, um sich auf rückläufige Mitgliederzahlen
und Finanzen einzustellen. Im Zuge des Prozesses wurden bereits
Kirchen geschlossen und Ämter zusammengelegt, aber auch Materialien
für die Zukunft erarbeitet.
Menschen für das Evangelium gewinnen
Der Präses ermutigte die Gemeinden dazu, sich für ihre
Umgebung zu öffnen. "Wir wollen Menschen für das
Evangelium gewinnen - nicht in erster Linie für die Kirche",
betonte er. Allerdings warnte er auch vor Selbstüberschätzung:
"Wir haben immer in Demut zu lernen, dass das, was wir machen,
nicht nur von uns, sondern entscheidend vom Wirken des Heiligen
Geistes abhängig ist." (idea)
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Jamaikaner Präsident der Siebenten-Tags-Baptisten
in Nordamerika
Der aus Jamaika stammende Pastor Andrew Samuels (45) ist neuer
Präsident der Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Baptisten
in den USA und Kanada. Seine Großeltern und Eltern gehörten
bereits der Kirche an. Er ist mit der Grundschullehrerin Kay verheiratet
und hat zwei Töchter. Samuels arbeitete zunächst im
Außenministerium und ab 1982 in der Ständigen Vertretung
Jamaikas bei den Vereinten Nationen in New York. Dort studierte
er berufsbegleitend Theologie. 1988 wurde er zum Pastor der Seventh-day
Baptist Church in Miami berufen. In Fort Lauderdale und in West
Palm Beach gründete er zwei neue Gemeinden und wirkte in
Florida bis zu seiner Wahl als Kirchenoberhaupt.
Als Präsident der Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Baptisten
in den USA und in Kanada ist Pastor Samuels für 80 Gemeinden
mit 6.000 Gottesdienstbesuchern zuständig. Davon befinden
sich etwa 30 Gemeinden auf Jamaika. Siebenten-Tags-Baptisten gibt
es auf der Insel seit den 1920er Jahren. Es waren ehemalige Siebenten-Tags-Adventisten,
die ihre Kirche verließen, nach einer Alternative suchten
und Kontakt mit den Siebenten-Tags-Baptisten in den USA knüpften.
Bald darauf wurden sie in deren Generalkonferenz aufgenommen.
Die Siebenten-Tags-Adventisten haben auf Jamaika 230.000 Mitglieder
in 670 Gemeinden.
Die Siebenten-Tags-Baptisten entstanden im 17. Jahrhundert und
gründeten ihre erste Gemeinde 1653 in London. Sie halten
wie die Siebenten-Tags-Adventisten den Sabbat (Samstag) als Ruhetag
und praktizieren wie Baptisten und Adventisten die Taufe gläubiger
Menschen (Erwachsenentaufe). Die Ortsgemeinden sind wie bei den
Baptisten autonom und regeln ihre Angelegenheiten, einschließlich
der Wahl ihres Pastors, selbst. Weltweit gibt es über 50.000
Siebenten-Tags-Baptisten in 22 Ländern. Sie sind im Weltbund
der Siebenten-Tags-Baptisten (Seventh-day Baptist World Federation)
zusammengefasst. Pastor Samuels ist als Generalkonferenzpräsident
der Kirche in den USA und in Kanada gleichzeitig Vizepräsident
des Weltbundes. Die Kirche der Siebenten-Tags-Baptisten gehört
auch dem Baptistischen Weltbund (Baptist World Alliance) als Mitglied
an. (APD)
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| Von 1922 bis heutehaben
1.300 Auszubildende das Krankenpflegeexamen erfolgreich abgelegt. |
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85 Jahre Krankenpflegeschule Waldfriede
85 Jahre alt wurde die Krankenpflegeschule "Waldfriede"
des gleichnamigen adventistischen Krankenhauses in Berlin-Zehlendorf.
In einer Feierstunde berichtete Geschäftsführer Edwin
Scharfschwerdt, dass die Siebenten-Tags-Adventisten bereits 1901
ein Sanatorium für 30 Patienten in Friedensau bei Magdeburg
eröffneten. Im gleichen Jahr habe dort auch der erste Krankenpflegekurs
stattgefunden. Das sei die Geburtsstunde der Friedensauer Schwesternschaft,
des Berufsverbandes adventistischer Krankenschwestern, gewesen.
Im April 1920 gründete die Freikirche das Berliner Krankenhaus
"Waldfriede" mit zunächst 39 Betten. Zur Genehmigung
einer Krankenpflegeschule waren mindestens 60 Betten vorgeschrieben.
Die Aufstockung erfolgte innerhalb von zwei Jahren, so dass am
1. Oktober 1922 der erste Kurs mit fünf Schülerinnen
und einem Schüler beginnen konnte. Die Krankenpflegeschule
gehört damit zu den ältesten derartigen Ausbildungsstätten
in Berlin.
"Bis heute haben etwa 1.300 Auszubildende das Krankenpflegeexamen
erfolgreich abgelegt", so Scharfschwerdt. Während der
Feierstunde wurden 16 neue Gesundheits- und Krankenpflegerinnen
und -pfleger des Ausbildungsjahrganges 2004 bis 2007 willkommen
geheißen. Davon werden auch künftig acht im Krankenhaus
"Waldfriede" arbeiten. Die Krankenpflegeschule hat 65
Ausbildungsplätze. (APD)
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Generationswechsel bei christlichem Verlag
Gerth Medien
Gerth Medien (Aßlar/Mittelhessen), eines der größten
christlichen Verlagshäuser Deutschlands, bekommt einen neuen
Leiter. Verleger Klaus Gerth (64) übergibt die Gesamtverantwortung
zum 1. Januar 2008 an Ralf Markmeier (41). Wie bereits vor zwei
Jahren beim Kauf von Gerth Medien durch die zur Bertelsmann AG
gehörende Verlagsgruppe Random House (München) vereinbart,
tritt damit eine der großen christlichen Verlegerpersönlichkeiten
ab. Mit Gerths Ausscheiden neige sich eine Ära dem Ende entgegen,
so Klaus Eck, verlegerischer Geschäftsführer von Random
House.
Klaus Gerths Wunschkandidat
Gerth sagte, er sei sicher, dass sein Wunschkandidat für
die Nachfolge, Markmeier, den Verlag in eine gute Zukunft führen
werde. Markmeier setzt nach eigenen Worten auf Kontinuität
im Verlagsprogramm sowie auf die Lebendigkeit und Glaubwürdigkeit
des Verlags als wichtigste Bausteine für die Zukunft. Er
sei "begeistert von der großen Motivation und Identifikation
der Mitarbeiter von Gerth Medien, den christlichen Glauben auf
so vielfältige Weise immer wieder neu zu formulieren und
verständlich zu machen". Er freue sich darüber,
dass Gerth selbst beratend eng mit dem Haus verbunden bleibe.
Markmeier wird weiter die Arbeit der religiösen Verlage innerhalb
der Verlagsgruppe Random House koordinieren.
Von der Kosmetik zur christlichen Buchbranche
Gerth, vor seiner Verlegerkarriere Marketingdirektor eines Kosmetikkonzerns,
wechselte 1975 als Geschäftsführer zum 1949 von Hermann
Schulte (1913-1983) gegründeten Schulte-Verlag. Dieser hatte
mit einer christlichen Buchhandlung, der Produktion von Evangeliumsliedern
auf Schallplatte sowie christlichen Hörfunksendungen Mediengeschichte
gemacht. Gerth, der das Unternehmen 1978 kaufte, setzte diese
Tradition fort. 1995 erwarb er zunächst die Hälfte des
in der charismatischen Bewegung beheimateten Verlages "Projektion
J", den er 1997 komplett übernahm. Beide Verlage kamen
1998 unter das Dach von Gerth Medien. (idea)
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Kurznachrichten aus der adventistischen Welt
Griechische Bauern nach dem Feuer vor dem Nichts
Von den verheerenden Waldbränden in Griechenland waren auch
die 35 Mitglieder der adventistischen Gemeinde in Zacharo im Südwesten
des Peloponnes betroffen. Fast alle Einwohner des Dorfes konnten
in Sicherheit gebracht werden. Häuser, Weinstöcke und
Olivenbäume verbrannten, so dass die Ernte vernichtet wurde.
Das betrifft auch die Adventisten, die alle das Feuer unverletzt
überlebten, aber als Bauern nun ebenfalls vor dem Nichts
stehen. In Griechenland gibt es knapp 500 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten
in neun Gemeinden. (APD)
Hurrikan "Felix" wütete in Nicaragua
Durch den Wirbelsturm "Felix" kamen Anfang September
im Norden Nicaraguas fünf Mitglieder der Siebenten-Tags-Adventisten
ums Leben. In Puerto Cabezas riss der Orkan die Dächer von
der adventistischen Schule. Dort hatten über 700 Menschen
Schutz gesucht. Fünf Kirchen wurden zerstört, weitere
45 beschädigt. Die Freikirche zählt in Nicaragua mehr
als 87.000 erwachsen getaufte Mitglieder in 186 Gemeinden. (APD)
Erste Stellit-Evangelisation auf Suaheli in Afrika
Zum ersten Mal findet in Ostafrika eine Übertragung in Suaheli
statt. Rund 6500 Regionen in Afrika empfangen die Safari Afrika
Serie, die im Zentrum der Hauptgemeinde in Nairobi produziert
und von Geoffrey Mbwana, dem Leiter der Adventgemeinden in mittleren
Osten Afrikas, geleitet wird. "Die Gemeinden stimmen ihre
Missionsarbeit auf dieses Programm ab", sagt Brad Thorp,
Leiter von Hope Channel, dem Fernseh-Sendenetz der Gemeinschaft.
Bisher wurden über Satellit ausgestrahlte Evangelisationsprogramme
aus dem Englischen in die jeweilige lokale Sprache übersetzt.
Diese Serie wird von Suaheli in sechs weitere Sprachen übersetzt.
(ANN/hm)
Lesung und Vortrag in der Theologischen Hochschule Friedensau
Mit einer Lesung am 18.10.2007, 20 Uhr (Lesesaal Hochschulbibliothek)
wird an das Leben von Wolfgang Hilbig erinnert und seine Lyrik
und Prosa vorgestellt. Der mehrfach ausgezeichneter Dichter (u.a.
Georg-Büchner-Preis 2002), der vom apokalyptischen
Heizer von Meuselwitz (Bernd-Lutz Lange) zu einem
der gewaltigsten Meister der deutschen Sprache der Gegenwart
(Die ZEIT) avancierte, starb am 2. Juni 2007 an einem schweren
Krebsleiden.
Als Hinführung zur im Dezember beginnenden Ringvorlesung
Werte zwischen Beständigkeit und Wandel
spricht Prof. Dr. Thomas Domanyi am 22.10.2007, 19 Uhr (Aula)
zum Thema Werte und Wertesysteme im biblischen Horizont.
Domanyi ist Professor für Sozialtheologie und Ethik an der
Theologischen Hochschule Friedensau. (ThH/dp)
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Verantwortlich i. S. d. P.:
Elí Diez-Prida
(Chefredakteur des "AdventEcho") |
Stand: 28.9.2007
Aktualisierung i. d. R. wöchentlich,
und zwar freitags gegen 18 h
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