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Kirchen und christliche Jugendverbände erreichen längst nicht alle Bevölkerungsgruppen. Die meisten Angebote würden nur von drei der sieben Jugendmilieus in Anspruch genommen, sagte der Vorsitzende des württembergischen CVJM-Landesverbandes, Uwe Rechberger (Tübingen), bei einem Mitarbeitertreff am 30. November in Walddorfhäslach bei Tübingen. Er bezog sich dabei auf zwei Studien über religiöse und kirchliche Orientierung des sozialwissenschaftlichen Forschungsinstituts Sinus Sociovision (Heidelberg). Danach werden vor allem die "bürgerliche Mitte" und "Traditionsverwurzelte" sowie "Post-Materielle" angesprochen, die "die Botschaft Jesu für sich selbst neu entdecken, die Kirche reformieren und von hierarchischen Bevormundungen und volkskirchlichen Traditionen befreien" wollen. Diese Gruppen seien aber keine Trendsetter, so dass von ihnen kein größerer Einfluss auf gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen ausgehe. Nicht erreicht würden beispielsweise die auf Selbstverwirklichung ausgerichteten "Hedonisten", die Lebenskünstler und Selbstdarsteller ("Performer") sowie die "Experimentalisten", die ständig auf der Suche nach Neuem seien. Um solche Gruppen für den christlichen Glauben zu interessieren, brauche man originellere Zugangswege als bisher, forderte Rechberger. Neben diakonischen Aktivitäten, etwa Sprachförderung für Ausländer, könnten moderne Medien zur Kontaktpflege eingesetzt werden. Insbesondere das Internet sei zu einem wichtigen Kommunikationsmittel unter Jugendlichen geworden. (idea)
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