US-Presbyterianer und Adventisten weiter im Gespräch

Loma Linda Hospital (USA)

Die dritte Konsultationsrunde zwischen Adventisten und Presbyterianern fand an der adventistischen Loma-Linda-Universität in Kalifornien statt. (Foto: Das Loma-Linda-Universitätskrankenhaus; churchphoto.de)

Nach drei Konsultationsrunden zwischen der nordamerikanischen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten und der Presbyterianischen Kirche in den USA (Presbyterian Church USA) äußerten die Gesprächsteilnehmer der beiden Kirchen, dass sie mehr als genügend Gemeinsamkeiten gefunden hätten, um ihren Dialog weiterzuführen. Eventuell könnten künftig auch Vertreter anderer reformierter Kirchen in die Konsultation mit einbezogen werden.

"Unsere Meinungsverschiedenheiten sind nicht derart, dass sie es ausschließen würden, einander als Brüder und Schwestern durch Christus anzusehen oder in bestimmten Bereichen zusammenzuarbeiten", sagte Dr. Carlos L. Malavé (Louisville, Kentucky/USA), stellvertretender Leiter des Referates für ökumenische Beziehungen der Presbyterian Church. Die presbyterianischen Kirchen bekennen sich theologisch zu calvinistisch-reformierten Wurzeln.

Bei der dritten Gesprächsrunde an der adventistischen Loma-Linda-Universität in Kalifornien, die mit ihren medizinischen Einrichtungen auf Gesundheitswissenschaften spezialisiert ist, ging es um Eigenheiten, die für jede der beiden Konfessionen kennzeichnend sind. "Beide Kirchen erkennen die charakteristischen Beiträge der anderen Seite an und achten sie", betonte Dr. Malavé; "besonders die Sorge der Presbyterianer um soziale Gerechtigkeit und die Souveränität Gottes sowie die Betonung der Adventisten hinsichtlich Gesundheit und Religionsfreiheit." Die Hervorhebung der Gesundheit fände in der presbyterianischen Lehre von der Heiligung ihre Entsprechung. Bei anderen sozialen Fragen teilten beide Konfessionen ähnliche Ziele für die Gesellschaft, doch hinsichtlich der Erreichung dieser Ziele gebe es große Unterschiede. Die Presbyterianer tendierten dazu, die Notwendigkeit der Einmischung in die Politik zu betonen, während die Adventisten die soziale Verantwortung des Einzelnen im Blick hätten.

"Die kreative Spannung zwischen der adventistischen Betonung der persönlichen Freiheit und der presbyterianischen Hervorhebung der Erwählung durch Gott bietet die Gelegenheit, für einen reichen, respektvollen Dialog", hob Malavé hervor. Durch derartige Diskussionen lernten die Teilnehmer an den Gesprächsrunden nicht nur viel übereinander, sondern auch voneinander. Die nächste presbyterianisch-adventistische Konsultation soll im Sommer 2010 stattfinden.

Die Presbyterianische Kirche hat in den USA 2,4 Millionen Mitglieder. Die Adventisten zählen in Nordamerika über eine Million erwachsen getaufte Mitglieder und weltweit knapp 16 Millionen. (APD)




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