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Für Studenten werden Familie und Partnerschaft wichtiger, während berufliche Ziele an Bedeutung verlieren. Das ist das Ergebnis einer in Hannover veröffentlichten Studie des Hochschul-Informations-Systems in Zusammenarbeit mit dem Studentenmagazin "ZEIT Campus". Für 72 Prozent der 6.000 Befragten ist es am wichtigsten, sich der Familie oder Partnerschaft zu widmen. Vor knapp sechs Jahren waren es noch 67 Prozent. Den höchsten Stellenwert hat die Familie bzw. Partnerschaft für Lehramtsstudenten: 80 Prozent wollen sich auf diesem Gebiet sehr stark bis stark engagieren. Bei den Juristen ist der Anteil mit gut 68 Prozent am geringsten. Gleichzeitig nahm die Zahl derer ab, die ihre Karriere an die erste Stelle setzen. Während 2002 noch 57 Prozent der Befragten sagten, es sei ihnen wichtig, eine leitende Funktion zu übernehmen, waren es bei der jetzigen Umfrage noch 47 Prozent. Das bedeutet aber nicht, dass die Nachwuchskräfte nicht nach Anerkennung im Beruf streben: 78 Prozent wünschen sich dies. Zugleich sank die Bereitschaft unter Studenten, sich für andere Menschen einzusetzen. 56 Prozent wollen sich hier in starkem Maße einbringen (2002: 63 Prozent). Noch deutlicher ist der Rückgang beim politischen Engagement: 2002 wollte sich hier noch etwa jeder Vierte einbringen, jetzt sind es 14 Prozent. Die größte Bereitschaft zeigen dabei mit 36 Prozent diejenigen, die einen Studiengang mit sozialem Schwerpunkt gewählt haben. Angehende Mediziner und Ingenieure haben mit 70 bzw. 71 Prozent am wenigsten Interesse, sich politisch zu engagieren. (idea) |
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