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Die weltweite Finanzkrise weist auf ein "Glaubwürdigkeitsproblem" der Bundesregierung hin. Dieser Ansicht ist der Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, Pfarrer Klaus-Dieter Kottnik (Berlin). Während für die Banken 500 Milliarden Euro bereit stünden, sei es vor kurzem nicht möglich gewesen, den Krankenhäusern sechs Milliarden Euro zu gewähren, um deren nötigsten Finanzbedarf zu decken. Bei der Diakonischen Konferenz, die vom 21. bis 23. Oktober in Hamburg tagte, kritisierte Kottnik auch die Höhe von Managergehältern. Diese seien "unkontrolliert ins Astronomische geschnellt" und stünden in keinem für den Normalbürger erkennbaren Verhältnis zur Leistung. Hingegen müssten Hartz-IV-Empfänger jede einzelne finanzielle Zuwendung begründen. Der Präsident kündigte an, dass Diakonie und Kirche intensiv weiter diskutieren werden, warum im Rahmen der Finanzkrise plötzlich Gelder verfügbar seien, "die für soziale Systeme einzusetzen zuvor nicht mal im Ansatz denkbar" gewesen sei. Nachdrücklich warnte Kottnik davor, jetzt bei den Armen in Deutschland und weltweit zu sparen. Nach seinen Angaben ist der Gegensatz von Arm und Reich in Deutschland so groß wie nie zuvor. Zahlreiche junge Menschen würden von den Bildungsanstrengungen "abgehängt". Insbesondere die Chancen armer Kinder müssten verbessert werden. (idea) |
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