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Gary Krause, Leiter der Abteilung "Adventist Mission" bei der Generalkonferenz und gebürtiger Australier, stellte in vier Beiträgen anlässlich der Herbstsitzung der Euro-Afrika-Division Anfang November in Jongny (am Genfer See) anschaulich und mit ansteckender Freude die vielfältigen Bemühungen dar, Menschen weltweit einfühlsam und kontextbezogen mit der Adventbotschaft zu erreichen und für Christus zu gewinnen. Dabei verglich er frühere Ansätze mit heutigen Erkenntnissen und den sich daraus ergebenden Konsequenzen. Beispielsweise sei es nicht richtig gewesen, sich so stark auf die Länder zu konzentrieren, in denen die Gemeinde rapide wächst (gut für die Statistik!), und dabei die Gebiete zu vernachlässigen, die sich als "harter Boden" fürs Evangelium erweisen: Gerade hier müssen die Anstrengungen verstärkt werden, Christus bekannt zu machen! Genau so einseitig sei es, sich darauf zu spezialisieren, andere Christen zu Adventisten zu machen, weil es leichter ist, als Menschen von anderen Weltreligionen die Adventbotschaft zu vermitteln. (Gut, dass es inzwischen fünf Forschungszentren für die Arbeit unter Moslems, Hindus, Juden, Buddhisten und in der postmodernen Gesellschaft gibt!) Gary Krause machte die Teilnehmer u. a. darauf aufmerksam, dass ein Ungleichgewicht zwischen projektbezogenen Spenden und den allgemeinen Missionsgaben die Verbreitung des Evangeliums in den ärmsten und/oder schwierigsten Gebieten der Erde zum Erliegen bringen kann: Da sie keine "Lobby" und keine Möglichkeit hätten, für sich weltweit zu werben, würden diese Länder aus einem Topf, der durch zurückgehende Missionsgaben nicht mehr ausreichend gespeist wird, kein Geld mehr bekommen! Und er ermutigte die Leiter der Freikirche in Europa, für ein ausgewogenes Verhältnis im Geben für die Innen- und für die Außenmission zu werben. Zum Vergleich: In den 1930er Jahren kamen auf zehn US-Dollar Zehnten sechs US-Dollar Missionsgaben hinzu. Heute beträgt das Verhältnis zehn US-Dollar Zehnten, 38 US-Dollarcents Missionsgaben! Mit einem sehr anschaulichen Zitat des Schweizer Theologen Emil Brunner fasste Gary Krause sein Anliegen zusammen: "Die Kirche existiert durch die Mission, so wie das Feuer dadurch existiert, dass es brennt. Wo keine Mission betrieben wird, da ist auch keine Kirche." (edp)
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