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Der adventistische Gospelchor von Genf (auf dem Foto eine der Sängerinnen) gab mit einem kleinen Konzert am Freitagabend einen Einblick in die Musik, mit der sie auf professioneller Weise kirchenferne junge Menschen in der Schweiz zu erreichen versuchen. (Fotos: edp) | |
Präsidentenwechsel und Weltmission - das waren die Schwerpunkte der diesjährigen Herbstsitzung der Euro-Afrika-Division (EUD), die vom 31. Oktober bis zum 4. November 2008 in Jongny am Genfer See stattfand. Die Euro-Afrika-Division ist eines von drei adventistischen europäischen Kirchengebieten und umfasst mit 2.501 Gemeinden rund 176.200 erwachsen getaufte Adventisten in 19 Staaten Mittel-, West- und Südeuropas sowie in Nordafrika, der Türkei, im Iran und Afghanistan.
Präsidentenwechsel und Weltmission Nach einem Tag der Besinnung, des Austauschs und der Gemeinschaft nahm am Sabbatabend der 21-köpfige Ernennungsausschuss unter der Leitung von Generalkonferenzpräsidenten Jan Paulsen seine Beratung auf, so dass am darauf folgenden Sonntagmorgen die Nominierung des künftigen EUD-Präsidenten erfolgen konnte: Pastor Bruno Vertallier (60), seit 2004 Leiter der Abteilung Predigt der EUD, wurde einstimmig vorgeschlagen (mehr ...). Er tritt am 1. Januar 2009 die Nachfolge von Pastor Ulrich Frikart an, der mit 67 Jahren in Rente geht (mehr ...). Zeitlich und inhaltlich bildete das Thema Weltweite Adventmission den Schwerpunkt dieser Tagung: Gary Krause, Leiter der Abteilung "Adventist Mission" bei der Generalkonferenz und gebürtiger Australier, stellte in vier Beiträgen anschaulich und mit ansteckender Freude die vielfältigen Bemühungen dar, Menschen weltweit einfühlsam und kontextbezogen mit der Adventbotschaft zu erreichen und für Christus zu gewinnen (mehr ...).
Stichwort "Finanzen" Wie jedes Jahr wurde auch diesmal vom Schatzmeister der EUD, Pastor Peter R. Kunze, das Budget der EUD für 2009 mit einem Volumen von 16 Millionen Schweizer Franken vorgelegt und besprochen. Die EUD ist eine sparsame Division, was die Verwaltungsausgaben betrifft - das meiste Geld geht zurück an die dazu gehörenden Länder bzw. wird Missions- und Evangelisationsprojekten zugeteilt. Zum Thema Finanzkrise äußerte sich der Hauptschatzmeister der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz), Robert E. Lemon, höchstpersönlich, der als Gast an der gesamten Sitzung teilnahm: Anschaulich und ausführlich legte er Zahlenmaterial und Statistiken, aus denen ersichtlich war, dass die Kirchenleitung das ihr anvertraute Geld sehr vorsichtig anlegt (der größte Teil ist sowieso in ständiger Bewegung) und aus diesem Grund sehr wenig bei der jetzigen Finanzkrise verlorengegangen ist. (Gleiches gilt für den Bereich der EUD.) O-Ton eines Teilnehmers: "Ich kenne keine andere kirchliche Organisation, die so ehrlich und offen die Zahlen im Zusammenhang mit der Finanzkrise der Gesamtöffentlichkeit (im Internet!) vorgelegt hat, wie es unsere Kirchenleitung kürzlich bei der Sitzung der Weltdelegierten in Manila getan hat!" Am Schluss der Sitzung verabschiedeten die Delegierte eine Stellungnahme zur Finanzkrise: Die Bibel verurteile nicht das Streben nach mehr Besitz oder Eigentum, wohl aber die Besitzvermehrung, die ohne Verantwortung gegenüber Gott und dem Mitmenschen geschehe (mehr ...).
Interessante Berichte Dem Bericht des Generalsekretärs der EUD, Pastor Gabriel E. Maurer, war zu entnehmen, dass in den vergangenen zwölf Monaten sich 4.057 Menschen durch die Taufe der Adventgemeinde im Bereich der EUD angeschlossen haben. Ein Drittel des Gliederwachstums in der EUD sei auf Zuzug aus anderen Divisionen zurückzuführen. Die EUD ist (wieder) eine Missionare entsendende Region: Im Oktober 2008 waren 31 Missionare aus der EUD weltweit tätig. Außerdem verzeichne der Freiwillige Adventistische Hilfsdienst (FAH) derzeit einen Boom: In der EUD sind zzt. 44 Freiwillige tätig, aus der EUD sind 22 Freiwillige in anderen Ländern der Welt aktiv - die meisten in Schulen, teilweise auch in den Bereichen EDV, Buchhaltung und Medien. Pastor Herbert Bodenmann (Winterthur, Schweiz) berichtete aus seiner Arbeit als Vertreter unserer Freikirche bei der Europäischen Union (Brüssel) und anderen europäischen Organisationen. Erstaunen lösten seine Informationen über die Allianz für einen freien Sonntag der drei Länder Deutschland, Österreich und Polen mit dem Ziel, den 3. März als "Internationalen Tag des freien Sonntags" einzuführen, aus (mehr ...).
Wird aus der EUD die EMD? Ein eher verwaltungstechnischer Punkt ist der Vorschlag, bis zur nächsten Vollversammlung der Weltkirche 2010 in Atlanta (USA) eine neue Bezeichnung für die Euro-Afrika-Division zu finden, da nach der Abgabe der Länder Angola und Mosambik die Bezeichnung nicht mehr als zutreffend empfunden werde. Zzt. wird die Bezeichnung Euro-Mediterrane-Division (EMD) favorisiert. Andere Anliegen, die zur Sprache kamen, waren beispielsweise der internationale Jugendkongress vom 5.-9. August 2009 in München (mehr ...), der Gesundheitskongress vom 6.-8. Juli 2009 in Genf, verschiedene Fortbildungsangebote, eine einheitliche Internetpräsenz für ADRA, Projekte der Kinder-, Pfadfinder- und Frauen-Abteilung sowie die Initiative "Bibel auf Reise", die in Manila vor wenigen Wochen gestartet ist und ihren Abschluss 2010 in Atlanta finden wird (mehr ...). Diese besondere Bibel, die letztlich an die Wichtigkeit des persönlichen Bibelstudiums erinnern soll, wird den deutschsprachigen Adventisten anlässlich des Satellitengottesdienstes am 17. Januar 2009 vorgestellt, anschließend setzt sie ihre Reise durch die Schulen unserer Division und macht dann Station beim Jugendkongress in München, bevor sie ihre Reise fortsetzt. (edp)
Weitere Meldungen zur EUD-Herbstsitzung:
Etwa die Hälfte der 70 Sitzungsteilnehmer bei einer der vielen Abstimmungen.
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