Fachärztin: Nichts ist stärker als Beziehung zur Mutter

Mutter mit Kind

In den ersten drei Lebensjahren sollte eine Mutter möglichst beständig für ihr Kind da sein - meint die Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin Christl Vonholdt.

(AdventEcho online, 29.5.2009) Es gibt keine intimere Bindung als die zwischen Mutter und Kind. Diese Beziehung prägt einen Menschen stärker als alles später erworbene Wissen oder biologische Gegebenheiten. Das sagte die Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin Christl Vonholdt (Reichelsheim im Odenwald) - auch Leiterin des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft der ökumenischen Kommunität Offensive Junger Christen - beim Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge am 23. Mai in Marburg. Ein Kind brauche vor allem Vertrauen, Bindung und Berührung der Mutter, notfalls durch einen Muttersatz, so Vonholdt. Ein Kind, das diese Geborgenheit nicht erlebe, habe es schwerer, eine eigene Identität zu entwickeln. Eine Mutter stelle sich auf ihr Kind ein, indem es dessen Gefühle spiegele und benenne. Dadurch lerne das Kind, die eigenen Gefühle einzuordnen und zu verstehen. Wenn die Gefühle nicht erwidert oder von der Mutter zurückgewiesen würden, könnten Verunsicherung, Minderwertigkeitsgefühle und psychische Störungen die Folge sein.

Mütter müssen nicht perfekt sein
In den ersten drei Lebensjahren solle eine Mutter daher möglichst beständig für ihr Kind da sein, so Vonholdt. Erst etwa ab dem 18. Lebensmonat könnten Kinder es einordnen, wenn ihre Mutter vorübergehend abwesend sei. Frauen sollten jedoch keine Schuldgefühle haben, den Anforderungen der Kindererziehung nicht immer zu genügen. Mütter brauchten nicht perfekt zu sein, so Vonholdt. Während die Mutter dem Kind vor allem Grundsicherheit vermittle, sei es vor allem Aufgabe des Vaters, Wertschätzung zu vermitteln. Die Erziehung habe auch Auswirkungen auf die Gottesbeziehung. Menschen, denen es an einem intensiven Vater- und Muttererlebnis mangele, falle es schwerer, sich auf Gott einzulassen. (idea)




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