Frauenordination bleibt Diskussionsthema bei den Adventisten
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("Adventisten heute"-Aktuell, 23.4.2010) Die Frage der Ordination von Frauen kommt nicht auf die Tagesordnung der 59. Vollversammlung der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die vom 23.6. bis 3.7.2010 in Atlanta (USA) stattfindet, sagte Pastor Jan Paulsen, Präsident der Weltgemeinschaft. Nur drei von 13 Divisionen dafür Aus Rücksicht zu den acht Divisionen, die eine "Untergrabung der Einheit der Kirche" in ihren Gebieten befürchten, werde das Thema nicht auf die Agenda genommen, obwohl viele darauf hinweisen, dass einiges sich innerhalb der letzten zehn Jahre verändert habe. "Es ist ein Erziehungs- und Wachstumsprozess im Gange", meinte Paulsen. "Vielleicht bedarf es eines Generationenwechsels, ich weiß es nicht." Bekannter Evangelist predigt gegen die Ordination von Frauen Kirchenleitungen nehmen Stellung zu Batchelors Predigt Auch der Exekutivausschuss der Siebenten-Tags-Adventisten in Südosten Kaliforniens, der 169 Adventgemeinden vertritt, nahm am 25. März Stellung und äußerte große Besorgnis über die Art und Weise, wie Doug Batchelor das Thema Ordination von Frauen zum Predigtamt behandelt hat. Folgende Punkte fassen das Wesentliche zusammen: Batchelors Darlegung stelle weder die Haltung noch die Praxis der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten dar; sie sollte nicht unbeantwortet bleiben, als würde sie die Auffassung der Kirche widerspiegeln; Batchelors Darlegung stimme nicht mit der Auffassung führender adventistischer Forscher überein; sie beleidige gottesfürchtige Frauen, die sich dem Pastorendienst gewidmet haben und durch die Gott am Wirken ist; sie missbrauche und verzerre die Heilige Schrift in vielfältiger Weise. Offener Brief eines europäischen Kirchenpräsidenten In seinem offenen Brief erinnert McFarlane daran, dass nach der Ablehnung einer Regelung für die Gesamtkirche 1995 in Utrecht, jeder Division die Möglichkeit eingeräumt wurde, Personen unabhängig von ihrem Geschlecht für bestimmte Aufgaben zu ordinieren, deren Einsatz auf die betreffende Divisionen beschränkt bliebe. Bei der letzten Herbstsitzung der Generalkonferenz (Oktober 2009) habe der Präsident der Nordasien-Pazifik-Division über das Wachstum der Siebenten-Tags-Adventisten in China berichtet, das nur dadurch zu bewältigen sei, dass Frauen sich führend als Pastorinnen und in der Evangelisation einbringen. Außerdem zitiert McFarlane mehrmals Ellen G. White, die sich für den Dienst von Frauen und die "Handauflegung" für ihren Dienst äußerte. Die Kirche in Großbritannien (British Union) unterstütze die Position der Weltgemeinschaft und distanziere sich von der Predigt von D. Batchelor, denn "nach unserem biblischen Verständnis sind es die Gaben des Heiligen Geistes, die uns für Führungsaufgaben in der Gemeinde qualifizieren, und nicht das Geschlecht". Im Gegensatz zum römisch-katholischen Verständnis von Ordination, die an die apostolische Nachfolge (Sukzession) gekoppelt ist, "glauben wir als Siebenten-Tags-Adventisten, dass die Ordination keine zusätzlichen Begabungen oder ein größeres Maß an Gnade verleiht, und somit auch keine größere göttliche Autorität als die, die schon vor der Ordination vorhanden war". Im Blick auf paulinische Aussagen, die den Eindruck erwecken, als seien bestimmte Aufgaben in der Gemeinde nur Männern vorbehalten, schreibt McFarlane, diese Texte seien im zeitlichen Kontext unter Berücksichtigung der damaligen Umstände auszulegen. Schließlich glaube kein Adventist, dass die Sklaverei heute in Ordnung sei. "Die allgemeine Sicht der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten bezüglich der Ordination von Frauen ist, dass die Bibel weder dazu ermutigt noch davon abrät, so dass die Gemeinde heute die großen Prinzipien der Schrift berücksichtigen muss. Nach unserem Verständnis stehen wir als Männer und Frauen ebenbürtig vor Gott. Christus hat die Mauer niedergerissen, die Juden von Nichtjuden, Sklaven von Freien, Männer von Frauen trennte" fasst McFarlane zusammen. (edp)
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