Aus dem Nichts entstanden? Hawkings Denkfehler

Cover "Der große Entwurf" von Stephen Hawking

Stephen Hawkings neues Buch bleibt nicht unwidersprochen.

("Adventisten heute"-Aktuell, 10.9.2010) Ein christlicher Mathematiker widerspricht der These des britischen Astrophysikers Stephen Hawking, dass sich das Universum selbst aus dem Nichts erschaffen habe und Gott dafür nicht nötig gewesen sei. Hawking erliege einer Reihe elementarer Missverständnisse, schreibt der Oxforder Mathematikprofessor und Dozent für Wissenschaftsphilosophie John Lennox in der Zeitung Daily Mail. Nach seiner Überzeugung kann man die Welt nicht ohne Gott erklären. Hingegen argumentiert Hawking, das Universum könne sich selbst erschaffen, weil es Naturgesetze wie etwa die Schwerkraft gebe. Der Urknall sei eine unausweichliche Konsequenz der physikalischen Gesetze. Dafür sei die "Hand Gottes" nicht nötig, schreibt Hawking in seinem Buch "Der große Entwurf - Eine neue Erklärung des Universums", das am 7. September in Deutschland auf den Markt gekommen ist.

Laut Lennox ist schon Hawkings Vorstellung von Gott fehlerhaft. Er sehe ihn als Lückenbüßer, der dann herhalten müsse, wenn man keine naturwissenschaftliche Erklärung finde. Doch für Christen sei Gott "der Autor der ganzen Show - von den Teilen, die wir nicht verstehen wie von denen, die wir verstehen". So wie man eine Ingenieursleistung umso mehr bewundere, je besser man sie verstehe, so wachse auch die Ehrfurcht vor dem Schöpfer, je mehr man die Schöpfung verstehe.

Nicht zwischen Gott und den Naturgesetzen entscheiden
Hawking mache einen weiteren Fehler, indem er fordere, dass man sich zwischen dem Schöpfergott und den Gesetzen der Physik entscheiden müsse. Das sei aber eine falsche Alternative. Wäre es so, müsste man sich dann auch beispielsweise zwischen dem englischen Erfinder des Strahltriebwerks John Whittle (1907-1996) und den physikalischen Gesetzen entscheiden, um den Düsenantrieb zu verstehen. Die Gesetze der Physik könnten zwar erklären, wie ein Triebwerk funktioniere, aber es sei absurd zu glauben, dass ein Triebwerk von physikalischen Gesetzen erschaffen werden könnte.

Naturwissenschaft und Religion widersprechen sich nicht
Hawkings Argument, dass die Existenz der Schwerkraft auch die Erschaffung des Universums aus sich heraus deute, erscheine noch unlogischer. "Woher kam die Schwerkraft, und was war die schöpferische Kraft ihrer Geburt?" fragt Lennox. Das Denken des Astrophysikers gründe auf der Annahme, dass sich Naturwissenschaft und Religion widersprechen. Doch für ihn als Christen, so Lennox, gebe es da keinen Widerspruch. Vielmehr stärke "die Schönheit der Naturgesetze" den Glauben an einen intelligenten, göttlichen Schöpfer. Insofern ergebe der christliche Glaube auch naturwissenschaftlich einen Sinn.

Laut Lennox reichen Hinweise auf die Existenz Gottes über die Naturwissenschaften hinaus. Gott habe sich selbst den Menschen in Jesus Christus vor zwei Jahrtausenden offenbart. Dies sei nicht nur in den biblischen Schriften gut belegt, sondern auch durch eine Fülle archäologischer Funde. Der Mathematiker: "Mein Glaube an Gott beruht nicht nur auf Erkenntnissen der Naturwissenschaft sondern auch auf dem historischen Zeugnis, dass Jesus Christus von den Toten auferstanden ist." (idea)




NEUESTE NACHRICHTEN

Beschlüsse bei Frühjahrssitzung der adventistischen Weltkirchenleitung

(Adventisten heute-Aktuell, 21.04.2017) An der Frühjahrssitzung vom 11. bis 12. April, in Silver Spring, Maryland/USA, hat der Verwaltungsausschuss der adventistischen Weltkirchenleitung... 

mehr
Russland: Gericht verbietet Zeugen Jehovas und zieht Vermögen ein

(Adventisten heute-Aktuell, 21.04.2017) Wie die norwegische Menschenrechtsorganisation Forum 18 berichtete, hat der Oberste Gerichtshof in Russland am Abend des 20. April die Religionsgemeinschaft der... 

mehr
Mission per Schiff mit Büchern und Brillen

(Adventisten heute-Aktuell, 21.04.2017) Es gibt in Deutschland über 100 Missionswerke, die in vielen Ländern die christliche Botschaft auf unterschiedliche Art den Menschen näherbringen. Einen... 

mehr
Aus Kirchenzeitschrift soll Mediendienstleister werden

(Adventisten heute-Aktuell, 21.04.2017) Costin Jordache wurde zum neuen Leiter Kommunikation und Redaktion der Adventist Review Ministries (ARMies) gewählt. Jordache plane den Ausbau der 168-jährigen... 

mehr
Pro & Kontra: Müssen Pfarrer ständig erreichbar sein?

(Adventisten heute-Aktuell, 14.04.2017) „Ein Christ ist immer im Dienst" war die Devise des ersten EKD-Ratsvorsitzenden, Bischof Otto Dibelius (Berlin, 1880-1967). Doch muss auch der Pfarrer immer zu... 

mehr
Ein unheilbar kranker Arzt predigt an Karfreitag und Ostern

(Adventisten heute-Aktuell, 14.04.2017) Wie geht ein Christ mit Karfreitag und Ostern um, wenn er den eigenen Tod vor Augen hat? Darüber spricht der bis 2016 amtierende Ärztliche Direktor der HELIOS... 

mehr
Adventisten schaffen globales visuelles Imagekonzept für die Kirche

(Adventisten heute-Aktuell, 14.04.2017) Am 11. April, anlässlich der Frühjahrssitzung des Exekutivausschusses der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz), wurde das neue weltweit gültige... 

mehr
 

NEUERSCHEINUNGEN

So komm noch diese Stunde! Luthers Reformation aus Sicht der Siebenten-Tags-Adventisten

Daniel Heinz (Hg.) 



  ca. 300 Seiten
Paperback
14 x 21 cm
erschienen 2016
€ 19,80
Leserkreis-
Mitglieder
€ 14,80
Best.-Nr. 1959    ...

mehr  mehr

Der Unvergleichbare (Bd. 2) - Jesus von Nazareth, seine Lehre, sein Leidensweg

von William G. Johnsson



 280 Seiten
Paperback
14 x 21 cm
Erschienen 2016
€ 19,80
Leserkreis-
Mitglieder:
€ 14,80
Best.-Nr. 1963   
  

mehr  mehr

Handbuch für Gemeindedienste

hgg. von der Abteilung Predigtamt der Kirche / Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Intereuropäische Division



 336 Seiten
Paperback
14 x 21 cm
€ 15,90
Best.-Nr. 1565        als PDF zum
Herunterladen
€ 15,90
Best.-Nr....

mehr  mehr