Japan: Christen kämpfen an vorderster Front
|
("Adventisten heute"-Aktuell, 25.3.2011) Japanische Christen kämpfen bei den Rettungsaktionen am beschädigten Atomkraftwerk (AKW) Fukushima an vorderster Front. Berichten der Überseeischen Missionsgemeinschaft (ÜMG) zufolge sind zwei Christen unter den 50 Freiwilligen, die unter Lebensgefahr versuchen, eine Kernschmelze im AKW Fukushima zu verhindern. Seiichi Kisaka und Naoyoshi Satoudie gehören einer evangelikalen Gemeinde in Süd Izumo an. Drei Ehemänner von Frauen aus der Baptistengemeinde von Fukushima sind ebenfalls unter den Atomarbeitern, die versuchen, die beschädigten Kraftwerke zu kühlen. Die Männer sind starker radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Für den Wiederaufbau der von dem Erdbeben und Tsunami am 11. März zerstörten sowie verstrahlten Gebiete ist ebenfalls ein Christ zuständig - der Vizeminister für Bau und Verkehr, Naoyoshi Sato. Die ÜMG ruft zur Fürbitte für die Menschen auf, die ihr Leben für die Betroffenen der Katastrophe aufs Spiel setzen. ADRA leistet mit einheimischen Hilfskräften humanitäre Hilfe ADRA-Japan erstellte zusammen mit anderen Organisationen eine Übersicht aller Evakuierungszentren in der Miyagi-Präfektur. Für das weltweite ADRA-Netzwerk wurde ein Einsatzplan für die Katastrophenhilfe aufgestellt, der mit den Hilfeleistungen privater und öffentlicher Organisationen abgestimmt ist. Reis für eine halbe Million Mahlzeiten Dankbar und glücklich für ein- bis zweimal Essen am Tag Die verwandtschaftliche Hilfe sei aufgrund des Treibstoffmangels beinahe unmöglich, sagte eine Frau, Mitte Fünfzig, die in der Essenskolonne anstand. "Etwas Essen zu organisieren, wie Fertignudeln oder Backwaren, ist nicht einfach", erläuterte sie. Nach drei Stunden Anstehen könne man oft nur noch wenig kaufen. "Aber ich bin so froh, dass ich am Leben bin. Dass wir hier zweimal oder auch nur einmal am Tag zu essen bekommen, macht uns dankbar und glücklich." ADRA-Mitarbeiter haben außerdem in zwei Gesundheitszentren für ältere Menschen in Osaki, 30 Kilometer nördlich von Sendai, und in Higashi-Matsushima, 30 Kilometer nordöstlich von Sendai, Hilfsgüter wie Wasser, Wolldecken, Gesichtsmasken, Isolierdecken und Windeln verteilt. Christen sind überdurchschnittlich bei der Bekämpfung der Folgen dieser Katastrophe in Japan engagiert. Sie stellen unter den 127 Millionen meist buddhistischen bzw. schintoistischen Japanern einen Anteil von 1,5 Prozent; etwa 0,5 Prozent sind Protestanten. (idea/APD)
|
Ich verstehe Gott nicht! Ich glaube - warum muss ich leiden?
von Gavin Anthony

208 Seiten
Paperback
14 x 21 cm
ersch. 2013
€ 14,80
Leserkreis-
Mitglieder
€ 11,80
Best.-Nr. 1932
Freu(n)de, Hoffnung, Malzkaffee. Tischgespräche über Gott und die Welt
von Christian Noack

96 Seiten
Paperback
11 x 18 cm
ersch. 2013
€ 4,50
Leserkreis-
Mitglieder:
€ 3,00
Best.-Nr. 1933