Krawalle in England: Christen helfen Opfern und beten
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("Adventisten heute"-Aktuell, 12.8.2011) Als Reaktion auf die gewalttätigen Krawalle in England haben Kirchen zur Fürbitte und praktischer Hilfe für die Opfer aufgerufen. Im Londoner Stadtteil Tottenham, wo die Unruhen mit Zerstörungen, Brandstiftungen und Plünderungen am 6. August begannen, beteiligten sich am 8. August Christen, Juden und Muslime an einer gemeinsamen "Mahnwache der Hoffnung". Ähnliche Veranstaltungen fanden auch an anderen Orten Englands statt. Um für den Frieden in ihrer Nachbarschaft einzustehen, führten adventistische Jugendliche am 9. und 10. August in Tottenham bei der U-Bahnhaltestelle "Seven Sisters" eine Kundgebung durch und forderten die Passanten auf, sich ebenfalls für den Frieden einzusetzen. Horrende Zerstörung "Was in Tottenham passiert ist, stimmt uns traurig und besorgt", sagte Pastor Sam Davis, Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Südengland. Der Tod von Mark Duggan habe viele zu Recht nach den Umständen seiner Erschießung durch die Polizei fragen lassen. "Das kann jedoch nie mutwillige Gewalt, Zerstörung von Eigentum, Plünderung und Vandalismus rechtfertigen, die auf den Protest folgten", so Davis. "Samstagnacht haben die Protestierenden leider die Grenze einer geordneten Gesellschaft überschritten und die Rechte vieler, die in Tottenham leben, missachtet. Das kann nicht akzeptiert werden", unterstrich Sam Davis. Er forderte seine Kirchenmitglieder auf, in kleinen Gruppen und in den Gottesdiensten für den Frieden in der Gesellschaft zu beten und sich selbst dafür einzusetzen. (Im Großraum London gibt es 120 adventistische Kirchgemeinden.) Premierminister: Deutlicherer Wertekanon nötig Aufräumen helfen und beten Die Evangelische Allianz in Großbritannien, die mehr als eine Million Evangelikale repräsentiert, rief Christen auf, sich jeden Abend um 19 Uhr zum Gebet zu versammeln. Generaldirektor Steve Clifford (London) erklärte: "Gebet bringt Veränderung, und als Christen sind wir aufgerufen, für unser Volk zu beten." Sie beteiligen sich aber auch an praktischer Hilfe. So unterstützen sie die Hilfskräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten und leisten Seelsorge etwa für Ladenbesitzer, die Opfer von Plünderungen wurden. (idea/APD) |
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