"Evangelium 21": Das Kreuz neu in den Blick nehmen

"Evangelium 21"-Logo

Das Erbe der Reformation beleben - das ist das Anliegen des Netzwerkes "Evangelium 21".

("Adventisten heute"-Aktuell, 26.8.2011) Das Erbe der Reformation wollen evangelikale Pastoren und Theologen in Landes- und Freikirchen beleben. Sie haben sich zum Netzwerk "Evangelium 21" zusammengeschlossen. "Wir wollen für die Menschen im 21. Jahrhundert das eine Evangelium von Jesus Christus bezeugen", erläuterte ein Sprecher der Bewegung, der Theologiedozent Ron Kubsch (Gieleroth bei Bonn), gegenüber idea. Vor allem das Kreuzesgeschehen solle neu in den Blick genommen werden. "Wir wollen vom Evangelium so sprechen, dass das Kreuz des Christus nicht entkräftet wird", sagte Kubsch. In manchen Landes- und Freikirchen werde kaum noch über das Kreuzesgeschehen gesprochen. Ihre Bewegung unterscheide sich von Gemeindeströmungen wie "Willow Creek" oder "Leben mit Vision", die vor allem Kirchendistanzierte erreichen wollen. Im Gemeindeleben gehe es um mehr; eine Gemeinde müsse sich nach den biblischen Vorgaben richten und nicht nach dem, was wirkungsvoll erscheine.

Ähnliche Strömungen in den USA
Zu ähnlichen Bewegungen in den USA unter dem Markenzeichen "neue Calvinisten" oder "9 Merkmale" halte man engen Kontakt. Der US-amerikanische baptistische Theologe und Publizist Mark Dever (Washington) hat in seinen Büchern neun Merkmale zusammengetragen, die eine geistlich gesunde Gemeinde auszeichnen. Zur Leitung des deutschen Netzwerkes gehört auch Pastor Christian Wegert vom Gemeinde- und Missionswerk Arche in Hamburg. Auch Pastoren aus Freien evangelischen Gemeinden wie Matthias Lohmann (München) und Michael Martens (Syke) sowie der Pastor der Evangelisch-Reformierten Baptistengemeinde in Wetzlar, Andre Bay, engagieren sich bei "Evangelium 21".

Erste Konferenz in Hamburg
Bei der ersten Konferenz vom 18. bis 20. August in Hamburg unterstrich Matthias Lohmann vor knapp 400 Teilnehmern, dass "Evangelium 21" zuallererst die Frohe Botschaft positiv formulieren und betonen wolle, so wie sie von den Reformatoren wieder neu entdeckt wurde. Es ginge also gerade nicht darum, Protestbewegung gegen etwas zu sein. "Wir wollen nicht negativ abgegrenzt arbeiten. Wir wollen positiv und froh die Gute Nachricht verkündigen!"

Ein Teilnehmer fasste den Schwerpunkt so zusammen: "Die Konferenz "Evangelium 21" war darauf bedacht, jeden einzelnen, ob nun Pastor, Ältester, Diakon, leitender Mitarbeiter oder einfaches Gemeindemitglied, daran zu erinnern, dass die Botschaft vom Kreuz Christi zentral ist und bleibt - in jeder Lebenslage!" (idea/edp)

Näheres: www.evangelium21.net 




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