Kinderbuchmaler Emil Maier-F. gestorben

Emil-Maier-F-Buchcover

Typisch für die Bibel-Bilderbücher von Emil Maier-F.: die ausdrucksvollen Gesichter. Er starb Ende 2011 im Alter von 76 Jahren.

("Adventisten heute"-Aktuell, 20.1.2012) Der Kinderbuchmaler Emil Maier-F. ist am 25. Dezember 2011 im Alter von 76 Jahren gestorben. Er malte zahlreiche Kinderbücher und Kinderbibeln für das Katholische Bibelwerk, den Auer Verlag, den Saatkorn-Verlag u.a. Darüber hinaus schuf er Ölgemälde, Holzschnitte, Kirchenfenster und Wandgestaltungen. In den letzten Jahren lebte er in Friedrichstadt und Schwabstedt/Schleswig-Holstein. Dort ist er auch neben seiner Frau Hella begraben worden.

Emil Maier-F. wurde am 7. Oktober 1935 in Fürstenfeld, Bessarabien, geboren und war als Illustrator, Maler und Grafiker tätig. Zwischen 1978 und 2011 erschienen 48 von ihm illustrierte Bibel-Bilderbücher. Einige dieser Titel erreichten hohe Auflagen und wurden in 26 Sprachen übersetzt. Ein besonderes Merkmal sind die großen, ausdrucksstarken Augen seiner Figuren.

 Über seine Arbeit als Kinderbuchmaler (wie er sich selbst bezeichnete) biblischer Geschichten, die am Anfang im Saatkorn-Verlag (Hamburg) und später im Katholischen Bibelwerk (Stuttgart) erschienen sind, drehte der hessische Rundfunk im Jahr 1992 den 30-minütigen Film "Ich sehe die Welt mit kinderwachem Blick" unter der Regie von Meinhard Schmidt-Degenhard. In Erinnerung an Emil Maier-F. zeigte der Hessische Rundfunk diesen Film am 7.1.2012 in der Sendereihe "Horizonte" wieder.

Emil Maier.-F. war Mitglied der Adventgemeinde Hamburg-Harburg. Ursula Grebe, die zum Gemeinde-Leitungsteam gehört und viele Jahre im Saatkorn-Verlag arbeitete, denkt gern an ihn und sein Wirken zurück: "Mit seinem künstlerischen Schaffen hat Emil Maier-F. maßgeblich dazu beigetragen, dass Kindern und Eltern die Bibel in eindrucksvollen Bildern und einfachen Texten verständlich gemacht und näher gebracht wurde."

Beim Gemeindeumbau in den Jahren 1980/81 übernahm Emil Maier-F. die künstlerische Leitung und Gestaltung der Umbaumaßnahmen. Nach seinen Entwürfen wurden die Glasfenster und die Bühnengestaltung angefertigt. Sein Bild des Gleichnisses von den zehn Jungfrauen als Patchworkarbeit spricht immer wieder die Besucher an. Frau Grebe: "Immer wieder freuen wir uns darüber und sind dankbar, dass er nicht nur viele bekannte biblische Geschichten in der ihm eigenen Malweise zu Papier brachte, sondern auch seiner Heimatgemeinde mit der ihm von Gott geschenkten Begabung gedient hat." (edp)




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